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Als Rentner in Nicaragua wohnen.....
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Beitrag Als Rentner in Nicaragua wohnen..... 
.....sollte man darüber wirklich ernsthaft nachdenken?

Hallo erstmal. Ich bin "ritter", 66 Jahre (noch fit). Meine Rente ist klein, der Frust um so grösser. Lebensqualität und Menschenwürde sind in Gefahr.

Schlecht leben kann ich in Deutschland gut -
bescheiden leben kann ich aber auch dort, wo wenigstens das Wetter besser ist.

In den Foren anderer Länder Lateinamerikas wird zuweilen schlecht über Nicaragua geurteilt, besonders die Kriminalität hervorgehoben. Die gibt es aber woanders auch, sogar in Deutschland.

Ich will ja nicht den protzigen Germanen spielen, sondern mich den landesüblichen Gepflogenheiten anpassen, wenn ich in ein anderes Gebiet der Welt gehe.

Für einen eher dünnen Geldbeutel wird von Kennern ein Leben in Nicaragua
vor Panama oder Costa Rica empfohlen. Mich interessiert besonders die Frage:

Wo im Land kann man günstig wohnen (Miete, Einkaufen usw.) und dabei nicht zu weit entfernt sein von medizinischer Versorgung, falls diese erforderlich ist - man wird ja älter.

Gibt es eine Konzentration deutsch sprechender Leute in Nicaragua?

Es gäbe noch viele Fragen, vielleicht später.

Fröhliche Grüsse von der Nordsee!

ritter

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Beitrag Als Rentner in Nicaragua wohnen..... 
Dass dieses Forum nur wenige Mitglieder hat ist mir natürlich aufgefallen. Doch ist denn niemand dabei, der auf meine Fragen eine Antwort weiss?

Ich informiere mich zur Zeit über mehrere Länder Lateinamerikas. Schlaue Schreiber in verschiedenen Foren empfehlen gern, man solle doch erst einmal einige Zeit ins Land kommen, um sich selbst ein Bild zu machen. Das wäre ja im Prinzip richtig, doch wer soll das bezahlen?

Also, erst viele Infos, dann eingrenzen und dann auf "Erkundungsflug" gehen. So stelle ich mir das vor.

Und deshalb wünsche ich mir Antworten von Euch, am besten von im Land Lebenden. Nicaragua steht ziemlich vorn auf meiner Liste für ein ruhiges und bescheidenes Leben dort, wo keine üppigen Heizkosten anfallen.

Wer Zeit und Lust hat, sollte sich bemerkbar machen!

ritter

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Beitrag  
hola ritter,

...dort leben tun wir zwar (noch) nicht, aber vielleicht hilft Dir meine Antwort trotzdem...

Zitat: "Wo im Land kann man günstig wohnen (Miete, Einkaufen usw.) und dabei nicht zu weit entfernt sein von medizinischer Versorgung,..." (Zitat Ende)

Im Prinzip ein Widerspruch in sich selbst - es ist in Nica nicht anders als in Deutschland oder sonst wo auf der Welt - dort wo die Infrastruktur am Besten ist, isses nun mal auch am teuersten (sofern man in Nica überhaupt von teuer sprechen kann...). Wink
Gute Infrastruktur und ein einigermaßen gutes Preisverhältnis für Dein Vorhaben gibt es in Leon, Matagalpa, Esteli und natürlich in und um Managua (wobei hier die Kriminalität durchaus ein "Problemfaktor" sein kann).
Ansammlung von Deutschen? Tja, in Managua gibt es einen Treff von Deutschen jede Woche, nahe der Deutschen Schule, Matagalpa hat einige alteingesessene deutsche Familien zu bieten - aber von einer größeren Ansammlung ist das alles weit entfernt...auch wenn Matagalpa als einzige Stadt in Nica einen extra Friedhof für Ausländer hat, was immer man mit dieser Tatsache auch anfangen möchte.... Rolling Eyes
Außerdem ist es eine Frage des Klimas - Leon ist z.B. sehr heiß, hingegen ist es in den Bergen (Esteli oder Matagalpa) angenehm temperiert (wobei das immer subjektives empfinden ist).
Weshalb ich Granada und San Juan del Sur nicht aufführe, liegt ganz einfach daran, dass das absolute Ami-Städte sind, die dort wie woanders auch, mit ihren Dollarbündeln wedeln und so einen Preisauftrieb verursachen, der nicht nur für "uns", sondern besonders für die Einheimischen unabsehbare negative Konsequenzen hat.... Rolling Eyes
Das mit der Kriminalität kann ich ganz und gar nicht bestätigen - während man als Rucksacktouri z.B. in CR ständig um sein Gepäck besorgt sein muss und es ja nicht aus den Augen lassen kann, kann man in Nica sehr entspannt reisen - einige grundsätzliche Regeln natürlich beachtend! Wink Vor unsicheren Gegenden wird man sogar oft von den Nicas selbst gewarnt. Natürlich musst Du Dein Haus/Wohnung schützen, und wenn Du Dinge offen liegen lässt, heisst das soviel wie "jeder kann's benutzen... " und weg isses...(eine typisch sozialistische Erziehung, meiner Meinung nach, ohne böswillig dabei zu sein).
Jedenfalls im Vergleich mit anderen Ländern Mittelamerikas (zu Panama kann ich allerdings nichts sagen), das mit Abstand sicherste Land - und das behaupte nicht nur ich.... Smile
Trotzdem hilft nur eines: Auswandern des Geldes wegen oder der Politik oder was auch immer kann es nicht sein! Du musst Dich in ein Land schon "verlieben", denn die Liebe verzeiht auch einiges... Wink Du musst die Menschen dort mögen und die Art wie sie leben - eigene Anpassungsfähigkeit immer vorausgesetzt! Du wirst auch immer "der Ausländer" sein (denke an die Ausländer bei uns, wie beliebt oder unbeliebt...), und denke darüber nach, bevor Du den Schritt machst - die Meinungen ein Land vorher zu bereisen kommen also nicht von ungefähr!
Das war's erst einmal,
Tranquilo, arambigua

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Beitrag Als Rentner in Nicaragua wohnen..... 
Das ist eine Antwort, wie ich sie mir gewünscht habe. Danke, arambigua!

Die Orte, die Du mir vorgeschlagen hast, können mir schon mal gut als Richtwert dienen.

Die "Ansammlung" von Deutschen ist mir nicht so besonders wichtig. Die Frage danach hatte vornehmlich den Sinn, dass es zu Anfang sicherlich hilfreich sein kann, wenn man von dort angesiedelten Deutschen Informationen bekommen kann. An meinem Spanisch muss ich noch schwer arbeiten.

Das Thema Kriminalität ist doch recht subjektiv. In einigen Foren scheint das eine bedeutende Rolle zu spielen. Wenn ich in hiesigen Medien lese, wird auch D immer mehr zur Bananenrepublik. Um so besser ist es, Deine Einschätzung dazu über Nicaragua zu lesen.
Als Fotograf war ich in vielen Ländern der Welt, stets unterwegs mit irre teurer Kameraausrüstung. Logisch, dass ich damit nicht im Dunkeln allein durch finstere Gassen spaziert bin. Passiert ist nie etwas. Nur ein rumänischer Polizist (sozialistischer) hat mir mal eine Kamera zerschlagen und mich dann auch noch verhaftet.
Ich will mich wie ein Bewohner des Landes bewegen, nicht als reicher Touri, das hilft auch.

Des Geldes oder der Politik wegen will ich nicht weg. Schlechtwetter-Deutschland bedeutet mir einfach nichts. Und ich will endlich nie wieder lange Unterhosen tragen.

Den "Erkundungsflug" werde ich mir, aus Kostengründen, wohl verkneifen. Ich will, sobald Klarheit über das bevorzugte Ziel herrscht, für wenigstens ein Jahr losziehen. In der Zeit kann ich das Land erleben und die Sprache einigermassen lernen. Weiter ziehen kann ich dann immer noch, falls es nicht gefallen sollte - was ich nicht glaube.

Erst einmal kann ich in D gemeldet bleiben, die Rente weiterhin auf das hiesige Konto zahlen lassen (Plastikkarte reicht ja wohl auch) sowie die Krankenversicherung behalten. Im allerübelsten Fall zurück nach Germany, doch Gott möge das verhüten.

Noch ist nichts entschieden. Zur Zeit bin ich per Computer in noch anderen Destinationen "unterwegs". Es besteht ja auch kein Grund zu panischer Flucht.

Ein bißchen aber freue ich mich schon auf - wahrscheinlich Nicaragua.

Fröhliche Grüsse

juri

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Beitrag  
Hallo ritter:
erstmals freue ich mich ueber Deine Frage:
Zwar erst seit ein paar Minuten in diesem Forum, aber ich denke, dass ich da mitreden kann:
Darum erst mal in aller Kuerze zu mir:
Schweizer, 65 -jaherig, seit 5 Jahren eine 150 ha grosse Farm im Norden von Nicaragua betreibend, wo ich Heilkraeuter anbaue, sammle, studiere und im Internet vertreibe.
Verheiratet mit einer Nicaraguense seit 15 Jahren - 5 Kinder, wovon 3 gebuertige Nicaraguense und Adoptivkinder.

Ausgewandert mit 60 - da mein damaliger Arbeitgeber - einer SIEMENS-Tochter - uns Spezialisten nach ueber 25 Dienstjahren nicht mehr benoetigte!!

Nun - die Antworten von arambigua kann ich voll mitunterschreiben!!

Das Leben hier unterscheidet sich recht stark vom Leben in Europa - dennoch oder genau deshalb kann man es geniessen!

Kriminalitaet ist sicher ein Thema: Doch wenn man sich vernuenftig schuetzt und auf Tips von Einheimischen achtet kaum gefaehrlicher als in Hamburg, Muenchen oder Zuerich!

Als Schweizer treffe ich mich 2x monatlich mit Landsleute - mal in Managua mal bei uns im Norden.

Deutsche haben eine eigene Botschaft hier, einen Club, diverse Veranstaltungen sowie eine deutsche Bibliothek: Treffen muessten also auch hier unter Landsleuten moeglich sein. Auch gibt es diverse Restaurants und Hotels unter deutscher, oesterrechischer und schweizer Leitung.

Als eine besonders gute Gegend fuer Europaeer wuerde ich Esteli erwahnen: Gute Verbindung ins Breitbandinternet, TV etc. Auch sind hier einige Deutsche vorallem in Programmen ansaessig. Auch gibt es hier ein sehr interessantes und besteingerichtetes Privatpatientenspital.

Klima ist fuer uns Europaeer angenehm und weit kuehler als in Managua oder Leon.
Wer Stadtleben braucht, ist Managua wohl der bessere Ort - hier waeren vorallem die Vorsrstaedte und Huegel -und l Massaya zu nennen: - Kulturell Ausgerichtete und Badefans sind in Leon und Umgebung noch besser aufgehoben: Doch sind in beiden Orten hohe Temperaturen anzutrefen.

Gerne stehe ich fuer alle weiteren Frage zur Verfuegung und kann auf Wunsch auch konkrete Abklaerungen vor Ort anbieten!

Gruss
Nicahanspi
Hanspeter Zgraggen



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Schweizer, 65-jaehrig verheiratet mit einer Nicaraguense und gluecklich, als Fruehpensionaer im eigenen kleinen Paradies leben zu duerfen
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